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Regeneration und Gewebe

TB-500 (Thymosin Beta-4 fragment)

TB-500 ist ein synthetisches Peptidfragment, das mit dem natürlichen Protein Thymosin Beta-4 (Tβ4) verwandt ist, einer Substanz, die in fast allen Zellen des Körpers vorkommt. In der Forschung wurden TB-500 und Tβ4 darauf untersucht, wie sie Zellbewegung, die Bildung neuer Blutgefäße und die Gewebereparatur beeinflussen. Der Großteil der Forschung wurde am Mutterprotein Tβ4 selbst durchgeführt – oft in Zell- und Tierversuchen –, während direkte Studien zum TB-500-Fragment begrenzter sind. Das Produkt wird ausschließlich für Forschungszwecke (Research Use Only) verkauft und ist nicht zur Anwendung an Menschen oder Tieren bestimmt.

Wie wirkt es?

Thymosin Beta-4 bindet an Aktin, einen Baustoff in den Zellen, der steuert, wie Zellen ihre Form verändern und sich bewegen. Durch die Beeinflussung von Aktin haben Forschende beobachtet, dass Tβ4 es Zellen erleichtern kann, in geschädigte Bereiche zu wandern. In Labor- und Tierversuchen wurde die Substanz auch mit der Bildung neuer Blutgefäße (Angiogenese), der Dämpfung von Entzündungen und weniger Zelltod in Verbindung gebracht. TB-500 gilt als der Teil von Tβ4, der diesen aktinbindenden Bereich enthält und dem ein Großteil der Aktivität zugeschrieben wird.

Technischer Mechanismus

Wird in der Forschungsliteratur als synthetisches Fragment einer aktinbindenden Region von Thymosin Beta-4 beschrieben. Ac-SDKP ist ein anderes Fragment. Präklinische Studien zum Mutterprotein und zu ausgewählten Fragmenten untersuchen unter anderem Zellmigration und Angiogenese. Die Ergebnisse gelten für das untersuchte Molekül, nicht automatisch für das Produkt.

Woran wird geforscht?

  • Zellbewegung (Migration) von Haut- und Blutgefäßzellen
  • Wund- und Hautheilung in Versuchsmodellen
  • Bildung neuer Blutgefäße (Angiogenese)
  • Reparatur von Herzgewebe nach Herzinfarkt (in Tierversuchen)
  • Reparatur der Hornhaut und trockene Augen (Humanstudien zu Tβ4/RGN-259)
  • Nervengewebe nach Hirnverletzung und Schlaganfall (in Tierversuchen)

Zur Dokumentation: Ein Großteil der Forschung wurde am Mutterprotein Thymosin Beta-4 durchgeführt, nicht direkt am TB-500-Fragment, und der überwiegende Teil der Evidenz zur Muskel-, Sehnen- und Skelettreparatur ist präklinisch (Zell- und Tierversuche). Es gibt einige Humanstudien, doch die meisten betreffen Tβ4 als Augentropfen (RGN-259) gegen trockene Augen und Hornhautschäden – nicht TB-500 bei Muskeln oder Skelett. Ergebnisse aus Zellen und Tieren lassen sich nicht direkt auf den Menschen übertragen. Der Inhalt dient ausschließlich als Forschungshintergrund, nicht als Gesundheitsberatung.

Forschungsprofil

Kategorie
Regeneration und Gewebe
Berichtete Halbwertszeit
Mehrere Tage (geschätzt)
Quellen
12 Referenzen
Laborstatus
Beachten Sie das COA der Charge, das Sicherheitsdatenblatt und die interne Labor-SOP. Es werden keine Anwendungsprotokolle veröffentlicht.
MuskelSehneHerzAktinAntifibrotischAngiogenese

Studien und Quellen

Die Links führen zu unabhängigen Forschungsdatenbanken (PubMed, PubMed Central, ClinicalTrials.gov). Die Studien sind auf Englisch und öffnen sich in einem neuen Tab.

Zellmigration, Wund- und Hautheilung

Studien haben untersucht, wie Thymosin Beta-4 die Fähigkeit von Zellen beeinflusst, sich zu bewegen, und wie die Substanz auf die Heilung von Haut und Wunden in Versuchsmodellen einwirkt. Diese Arbeiten bilden die Grundlage des Interesses an der Gewebereparatur.

  • Thymosin beta4 accelerates wound healing
    PräklinischPubMed· 1999

    In dieser Tierstudie an Ratten beschleunigte Thymosin Beta4 die Heilung von Hautwunden. Die Wunden schlossen sich schneller, zogen sich stärker zusammen und bildeten mehr Bindegewebe und mehr neue Blutgefäße. Im Labor ließ die Substanz auch Hautzellen sich schneller bewegen. Es handelt sich um eine Tier- und Laborstudie, und die Ergebnisse lassen sich nicht direkt auf den Menschen übertragen.

  • Thymosin β4 Promotes Dermal Healing
    ÜbersichtPubMed· 2016

    Dieser Übersichtsartikel fasst die Forschung zu Thymosin Beta4 und der Wundheilung der Haut zusammen. Die Substanz kommt natürlicherweise im Körper vor und wird als entzündungshemmend und die Bildung neuer Blutgefäße fördernd beschrieben. Die Autoren beschreiben, dass sie die Heilung in mehreren Tiermodellen sowie in Phase-2-Studien an Patienten mit Druckgeschwüren, Unterschenkelgeschwüren und der Hautkrankheit Epidermolysis bullosa beschleunigte, bei guter Verträglichkeit. Es handelt sich um einen Übersichtsartikel.

Angiogenese und Blutgefäße

Die Forschung hat untersucht, wie Tβ4 die Bildung neuer Blutgefäße und die Bewegung der Zellen, die sie aufbauen, beeinflusst. Vieles davon wurde in Zell- und Gewebeversuchen durchgeführt.

  • The actin binding site on thymosin beta4 promotes angiogenesis
    PräklinischPubMed· 2003

    In diesem Laborversuch untersuchten die Forschenden, welcher Teil von Thymosin Beta4 dafür sorgt, dass es neue Blutgefäße bildet. Sie fanden, dass ein kurzes Stück aus sieben Aminosäuren, das an das Protein Aktin bindet, für diese Wirkung notwendig ist. Teile ohne dieses Stück waren wirkungslos. Es handelt sich um einen Laborversuch an Zellen und Gewebe, nicht am Menschen.

  • Thymosin beta4 induces endothelial progenitor cell migration via PI3K/Akt/eNOS signal transduction pathway
    PräklinischPubMed· 2009

    In diesem Laborversuch brachte Thymosin Beta4 eine Art von Vorläuferzellen für Blutgefäße dazu, sich dosisabhängig stärker zu bewegen. Die Wirkung verlief über einen bestimmten Signalweg in den Zellen; als die Forschenden ihn blockierten, verschwand die Wirkung. Ein anderer Signalweg hatte geringere Bedeutung. Es handelt sich um einen Laborversuch an Zellen, der nichts über eine Wirkung beim Menschen aussagt.

  • Thymosin β4 and the vasculature: multiple roles in development, repair and protection against disease
    ÜbersichtPubMed· 2018

    Dieser Übersichtsartikel fasst die Rolle von Thymosin Beta4 bei der Entwicklung, Reparatur und dem Schutz von Blutgefäßen zusammen. Die Autoren beschreiben, dass die Substanz an mehreren Prozessen beteiligt ist, die Blutgefäße bilden und stabilisieren, und dass zugeführte Substanz in Versuchen die Bildung kleiner Blutgefäße erhöht. Sie betonen, dass die zugrunde liegenden Mechanismen noch unklar sind. Es handelt sich um einen Übersichtsartikel.

Reparatur von Herz- und Nervengewebe (Versuchsmodelle)

In Tierversuchen haben Forschende untersucht, ob Tβ4 die Reparatur von Herzgewebe nach einem Infarkt und die Verbesserung der Funktion nach Hirnverletzung und Schlaganfall beeinflussen kann. Es handelt sich um präklinische Forschung am Mutterprotein.

Augen- und Hornhautreparatur (Humanstudien zu Tβ4)

Hier finden sich einige der wenigen Humanstudien zu Tβ4: Als Augentropfen (RGN-259) wurde die Substanz in kontrollierten Studien bei trockenen Augen und Hornhautschäden untersucht. Beachten Sie, dass dies das Mutterprotein als Augentropfen betrifft, nicht TB-500 für Muskeln/Skelett.

Research Use Only. Nicht für den menschlichen Verzehr, die Diagnostik oder die therapeutische Anwendung. Dieser Leitfaden fasst veröffentlichte Forschung und Laborinformationen zusammen, keine Dosierung, Behandlung oder Gebrauchsanweisungen. Prüfen Sie Informationen stets anhand von Primärquellen, dem COA der Charge und internen Laborverfahren.